Die neue Japanische MMA-Organisation:

World Victory Road – oder wie viele andere Organisationen dies ebenfalls schreiben – die ersten Buchstaben der drei Begriffe: WVR – dies ist der Name der neusten MMA-Organisation in Japan.

Hinzu kommt jedoch, dass eine Ausführende und überwachende Organisation für MMA gegründet wurde – die Japan Mixed Martial Arts Federation (JMM). Diese ist für die Überwachung der Events und der Fighter zuständig. Sie sind auch diejenigen, welche neue Athleten fördern möchten, werden Ringrichter ausbilden und sich für die Regeln des MMA-Sports einsetzen. Es ist etwas ähnliches wie die State Atheltic Commitees welche es in Amerika gibt.

Der Chef der WVR ist Naoya Kinoshita. Er liess folgendes verlauten:

„Der MMA-Sport in Japan schien dem Untergang geweiht zu sein, jedoch ist Japan der Ort, an welchem der MMA-Sport gegründet wurde und unser Land hat eine grosse Liebe für MMA. Wenn ich nun in die grossen Hallen schaue dann sehe ich eine grosse Gefahr für unseren Sport, dass dieser einfach verschwindet. Aus diesem Grund haben sich einige Personen dazu berufen gefühlt, eine neue Organisation ins Leben zu führen.

Ich selbst bin ein grosser Fan des MMA, jedoch wird die Sportwelt in Japan mit freudlosen News überflutet hinsichtlich des Boxsports und des Sumo. Ich denke nicht, dass dies die Berichterstattung für Sport sein sollte. Diese sollte für einen Platz voller Träume und Hoffnungen stehen.

Ich möchte, dass der MMA-Sport von Japan in der ganzen Welt bekannt wird. Um dies zu vollbringen muss jemand an vorderster Front mitkämpfen und ich fühle mich dazu berufen. Ich möchte den Fans und auch den Athleten, welche hart für ihren Sport trainieren die Möglichkeit bieten, ihre Talente unter Beweis zu stellen. Aus diesem Grund wurde diese neue Firma gegründet.

Mixed Martial Arts beinhaltet viele unklare Aspekte und ich möchte alle Unklarheiten zusammen mit der JMM bereinigen. Um dies zu vollbringen wird der Sport klarer und fairer gemanaged und dies ist schlussendlich das, worauf die Fans und die Athleten schon lange gewartet haben.

WVR ist jedoch nur der Name der Organisation selbst. Der Event-Name wurde jedoch noch nicht entschieden. Hierfür hoffen wir auf die Unterstützung der MMA-Fans.“

Präsident der JMM ist Tomiaki Fukuda:

„Japan hatte bisher keine Kommission für MMA. Um Mixed Martial Arts in Japan als regelkonformer Sport zu vermarkten haben wir uns für die Gründung der JMM entschlossen. Dies wird auch mit der Mithilfe der FILA (Fédération Internationale des Luttes Associées) – der Welt-Wrestling-Organisation. Diese wird dafür schauen, Martial Arts zu vereinheitlichen und zwar für das Internationale Olympische Komitee.

Im vergangenen September fand ein Ethnischer Kampfsport-Event in der Türkei statt. Es gab Sambo, Grappling und andere Arten von Ringkämpfen. In der Zukunft würden wir gerne auch MMA-Kämpfe bei diesem Event teilhaben lassen.

Wir möchten Mixed Martial Arts als Sport in Japan vereinheitlichen. Aus diesem Grund haben wir uns zur Gründung der JMM entschlossen.“

Nachdem sich die Präsidenten der beiden Organisationen vorgestellt hatten, kamen schon die ersten Fragen der Presse, welche schlussendlich folgende Aussagen hervorbrachten:

Mr. Kinoshita erklärte, dass man schon vor ca. sechs Monaten damit begonnen hatte, eine neue Organisation aus dem Boden zu stampfen. Es war der Zeitpunkt, als sie feststellten, dass Pride keine Events mehr veranstalten würde.

Ein Datum für den ersten Event steht noch nicht fest. Jedoch wird baldmöglichst ein erstes Eventdatum der Presse bekannt gegeben. Angefragt, welche Athleten denn schon bei WVR unterschrieben haben wollte Kinoshita-San noch keine Angaben machen. Er liess jedoch verlauten, dass die Qualität der Teilnehmer die Erwartungen der Fans übertreffen werde.

Es wurde bekannt gegeben, dass die WVR gerne mit anderen MMA-Organisation arbeiten möchte. Um welche es sich hierbei handelt wurde jedoch noch nicht verraten. Hinsichtlich der gefeuerten Pride Mitarbeiter gab sich Mr. Kinoshita sehr interressiert. Er würde gerne die fähigen Talente unter Vertrag nehmen, wenn sie gewillt seien, die WVR tatkräftig zu unterstützen.

Selbstverständlich wurde auch noch die wichtigste Frage gestellt: Gibt es schon einen Vertrag mit einer Japanischen TV-Station? „Ein Fernsehdeal ist in Arbeit, jedoch können wir noch keine genauen Angaben machen.“

Pride war bekannt für seine limitierten Regelungen. Die Regelungen der neuen Organisation wurden auch nachgefragt. Man wird weiterhin versuchen, die Verbote im Ring gering zu halten, jedoch ist man sehr daran interessiert, gefährliche Aktionen wie Soccer-Kicks und Schläge zur Wirbelsäule zu verbieten.

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